Mai 2009

Kloses Tore verhindern Bayern-Blamage

Es war nur die B-Elf verstärkt durch Klose, Bo-rowski, Butt, Ottl und Sosa. Trotzdem war das 2:3 (0:2) des 1. FC Magdeburg gegen Rekordmeister Bayern München ein echtes Fußballfest. Das lag vor allem an Miro Klose - was für eine Ein-Mann-Show!
Die erste Halbzeit aus Magdeburgs Sicht zum Gähnen. Die Baumgart-Truppe erstarrte in Ehrfurcht vor der Bayern-Übemacht.
Schon nach 9 Minuten traf Klose zum 0:1! Genial, wie er sich den Ball im Blitztempo vom linken auf den rechten Fuß legt, zwei Mann ins Leere schickt und eiskalt aus 12 Metern vollendet. Da war den 16000 Fans klar, warum Miro Nationalmannschaft und der FCM nur 4. Liga spielt. Klose, war es auch, der in der 40. Minute zum 0:2 abstaubte.
Nach der Pause ein ganz anderes Spiel. Magdeburg macht Druck, nagelt Bayern hinten fest. Georgi (50.) macht das 1:2 und Vujano-vic ballert 60 Sekunden später an den Pfosten. Bayern wankt, hat aber Klose. Mitten hinein in die blauweiße Herrlichkeit setzt er zum Solo an, trifft aus 20 Metern zum 1:3.
Doch Magdeburg bleibt dran. Rosin hält den Schädel hin - nur noch 2:3 (59.). Bayern nur noch in der Defensive. Trainer Dupp Heyn-ckes nervös, atmet nach Abpfiff erleichtert auf: „Angebtrieben von einer tollen Kulisse hat uns dieser Gegner alles abverlangt. Und die 3 Tore waren für Miro ganz wichtig. Nach so einer langen Verletzungspause war das die beste medizin für ihn."
Aber was war mit Mark Van Bommel, der in BILD angekündigt hatte, dass er sich auf Magdeburg freut?
Er musste zu Hause bleiben, verletzte sich Donnerstagabend beim Freundschaftsspiel (8:3) in Eichstädt.
Heute (13.30 Uhr) geht es für den FCM in der Regionalliga gegen Oberneuland weiter.

Racanel heiss auf die Bayern

Der Landespokalsieg des FCM gegen den HFC (1:0) ist schon wieder Geschichte. Heute (18 Uhr) erlebt Magdeburg ein Fußballfest der Superlative: Der FC Bayern kommt zum Freundschaftsspiel. 15 000 Tickets sind verkauft.
Beim Landespokalsieger 2009 freut sich einer ganz besonders: Catalin Racanel. Der Rumäne wird im Duell der Mit-telfeld-Turbos auf Hollands Weltstar Mark Van Bommel treffen. Racanel: „Gegen diese Größe zu spielen, ist eine Auszeichnung." Sein großer Traum: „Dass wir die Bayern gleich im DFB-Pokal wieder treffen."
Und was weiß sein Gegner von Magdeburg?
Van Bommel: „Es gab mal ein ganz heißes Europacup-Duell, 1974 glaube ich. Unser Manager Uli Hoeneß hat uns davon erzählt. Muss ganz gut gelaufen sein für Bayern, weil Uli oft und gern drüber spricht. Über die DFB-Pokalniederlage 2000 gegen Magdeburg spricht Uli aber nie. Sonst kenne ich Magdeburg nicht, freue mich aber auf die Fans." Auch von lästiger Pflicht will er nichts hören: „Schön, dass wir mal ohne Druck von Maximal auf Urlaubstemperatur runterkühlen können."

Racanel donnert Elfer zum Sieg ein

Geschafft! Der 1. FC Magdeburg ist Landespokal-Sieger 2009, besiegte gestern in einem dramatischen Finale Erzfeind Hallescher FC mit 1:0.
In der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals winken jetzt 100 000 Euro TV-Gelder!
Die Chaos-Saison der Magdeburger (Aufstieg vergeigt, 2,9 Millionen
Euro verbrannt) fand doch noch einen versöhnlichen Abschluss.
War aber ein hartes Stück Arbeit. 13000 Fans sahen einen gnadenlosen Pokal-Fight im Magdeburger Stadion. Und einen FCM, der nervös begann. Schon nach vier Minuten hätte David den HFC in Führung bringen müssen, doch sein 20-Meter-Hammer ging knapp drüber. Ein Weckruf für Magdeburg! Ab sofort hatten Bauer, Racanel und Watzka im Mittelfeld Übergewicht.
Die Entscheidung schon in der 27. Minute: HFC-Keeper Horvath säbelte Stürmer Braham vorm Strafraum um. Aber Referee Melms zeigte auf den Elfmeterpunkt. Racanel donnerte zum 1:0 ein.
Nach der Fehlentscheidung lagen die Nerven beim HFC blank. Hebestreit, von Melms
mehrmals ermahnt, musste mit Rot runter (42.). Auch gegen zehn Hallenser hatte es Magdeburg nicht einfach. Vorm HFC-Strafraum war Feierabend, weil kreative Momente fehlten. Egal. Der Schlusspfiff ging im blau-weißen Dübel unter. FCM-Boss Volker Rehboldt: „Mir fällt ein Stein vom Herzen. Der Pokalsieg hat das Negative der letzten Wochen relativiert."

Prämien-Zoff vorm Landespokal

Letztes Jahr die Final-Niederlage im Elferschießen, diese Saison zwei Pleiten (1:2/0:1) - Magdeburgs Fans sind heiß auf die Revanche heute (19.30 Uhr) im Landespokal gegen den Halleschen FC.
Doch wie frei sind die Köpfe der Spieler? Vor Wochen hatte das Präsidium wegen des verpassten Aufstiegs Gehalts- und Prämienkürzungen angekündigt. Von Vereinsseite wurde zwar Stillschweigen vereinbart, doch BILD erfuhr:
Bei den jüngsten beiden Lohnzahlungen sollen knapp 20 Prozent des Netto-Gehaltes und die Hälfte der Prämienzahlungen einbehalten worden sein. Das wurde jedoch wohl nicht auf den Lohnzetteln vermerkt. Das macht die Spieler sauer, denn es soll noch keine Einigung geben.
Mittlerweile wurde sogar die Spielergewerkschaft (VdV) eingeschaltet. FCM-Boss Volker Rehboldt (41): „Es wird einen weiteren Dialog zu dem Thema geben, der aber nicht in die Öffentlichkeit getragen wird." Immerhin gäbe es für den Landespokal-Sieg einen finanziellen Bonus!
Nach BILD-Informationen soll die Mannschaft 50 000 Euro ausgehandelt haben!

Schon 12000 Tickets weg !

Pokalfieber: Bis gestern waren 12 000 Tickets (davon 2500 in Halle) fürs Finale weg. 2008 kamen 14 000.
Der rot-weiße Sonderzug mit 700 Anhängern dampft heute um 16.09 Uhr vom Hauptbahnhof Halle (Bahnsteig 3) ohne Stopp nach Magdeburg-Herrenkrug ab. Rückfahrt um 23.23 Uhr. Kassenöffnung am Stadion Magdeburg ist um 17.30 Uhr. Schiedsrichter beim Knaller ist Gunnar Melms aus Osterburg.

Der Pott muss in Magdeburg bleiben

Drei Niederlagen gegen den HFC in Folge reichen. Eine Vierte würden uns die Fans nicht verzeihen", sagt Präsident Volker Rehboldt (41).
Morgen (19.30 Uhr) steht sein 1. FC Magdeburg im Landespokalfinale gegen Erzfeind HFC. Ganz Sachsen-Anhalt ist im Pokalfieber - bis gestern waren 11 000 (8000 in Magdeburg) Tickets verkauft.
Nach einer Chaos-Saison, in der Magdeburg einen Trainer (Linz) und 2,9 Millionen Euro für nichts „verbrannt" hat, macht der Boss Druck: „Der Pott muss in
Magdeburg bleiben. Es kann nicht sein, dass wir am Ende ganz mit leeren Händen dastehen. Endlich wieder ein Spiel, wo es um was geht."
Es geht vor allem um viel Geld! Allein für den Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals gibt es 97 942 Euro TV-Gelder plus 50 Prozent der Zuschauereinnahmen. Wäre für den Club ein Segen, der gerade den Etat für die nächste Saison um 250 000 Euro senken musste.
Rehboldt: „Mit einem Pokalsieg könnte die Mannschaft dazu beitragen, dass sich unsere wirtschaftliche und sportliche Schlagkraft in der nächsten Saison erhöht."

So wird es nix mit dem Pokalsieg

Spionage fürs Pokalfinale am Mittwoch (19.30 Uhr). Steffen Baumgart (37), Trainer des 1. FC Magdeburg, sah gestern das 2:2 von Finalgegner HFC gegen Hertha II.
Was hat er für Erkenntnisse mitgenommen? „Die bleiben alle in meinem Kopf und werden erst vorm Anpfiff in der Kabine gelüftet", tut er geheimnisvoll.
Allerdings muss er sich mehr Sorgen um sein eigenes Team machen. Denn mit der Leistung der 0:2-Klatsche bei Türkiyemspor wird das nix mit einem Pokalsieg.
Baumgart: „Natürlich ist das Ergebnis enttäuschend. Aber ein Pokalfinale ist was ganz anderes." Ist er davon überzeugt, dass sein Team den Pott holen kann? „Ich bin
nicht da, um Sprüche zu machen. Wir wollen den Pokal. Aber der HFC auch. Es wird ein ganz schweres Spiel und jeder kann den anderen schlagen."
Wie will er die Spieler nach der Klatsche bei einem Abstiegskandidaten wieder aufrichten? „Durch ganz normales Training. Jetzt bin ich aber auch als Psychologe gefragt. Es wird auch Einzelgespräche geben."
Schlechte Nachrichten auch aus dem Lazarett! Verteidiger Marcel Probst (OP nach Dochbeinbruch) und Mittelfeldspieler Stephan Neumann (Dochbeinanbruch) fallen aus.
Seit gestern steht fest, wer ab Duli Baumgarts Co-Trainer wird. Sein Name: Carsten Müller. Müller spielte von 1989 bis 1994 selbst für den FCM (68 Einsätze), ist Leiter des Nachwuchszentrums.

FCM verliert 0:2 in Berlin

Es kam, wie befürchtet!
Der FC Magdeburg hatte gestern gegen Abstiegskandidat Türkiy-emspor tatsächlich wohl zu viel vom Pokalfinale geträumt. Vor dem Saisonhighlight am Mittwoch gegen den HFC musste der FCM gestern in Berlin erst einmal eine bittere 0:2-Niederlage wegstecken!
Dabei hatte Stürmer Najeh Braham vorher doch noch angekündigt: „Ich habe zwar nur das Pokalfinale im Kopf, aber wir werden Berlin schlagen, fertig." Von wegen...
Der FCM machte in der 1. Halbzeit nicht mehr als nötig. Alle drei Chancen
hatten sie durch Top-Torjäger Radovan Vujanovic (18 Saisontore). Nach 14. Minuten scheiterte er am starken Türkiyemspor-Torhüter Rothe nach Watzka-Flanke. Fünf Minuten danach donnerte ein Schuss von Vujanovic aus zehn Metern drüber. Nach 42. Minuten scheiterte er erneut am Keeper Rothe.
In der 2. Halbzeit kam dann das. was alle befürchtet hatten. Das 0:1 (51. Minuten Berlins Novacic nimmt den Ball aus 18 Metern volley und trifft links unten. Und eine Minute vor Schluss schoss Steinwarth zum 0:2 ein. Bitter!
Bis Mittwoch sollte nicht zu lange vom Pokal geträumt werden...

FCM denkt nur ans HFC-Spiel

Heute (19 Uhr) muss der 1. FC Magdeburg bei Abstiegskandidat Türkiyemspor ran. Ein Sieg muss her. Wer will schon mit einer Klatsche ins Pokalfinale (Mittwoch, 19 Uhr) gegen Erzrivale Hallescher FC gehen?
Stürmer Najeh Braham (32): „Wir spielen in Berlin, aber ich habe nur das Pokalfinale im Kopf. Das muss ich bis zum Anpfiff rauskriegen. Wir werden Türkiyemspor schlagen, fertig."
Kurios: Seit vorgestern hat der Tunesier Besuch von Kumpel und Landsmann Kais Manai (36). Hat er mit dem Türkiyemspor-Regisseur schon das Ergebnis abgesprochen? „Das muss ich nicht. Er weiß genau, dass wir heiß sind, uns fürs Finale warmschießen wollen."
Erst 2:0 in Cottbus, zuletzt 4:1 gegen Altona - wenn's heute mit dem dritten Dreier in Folge klappt, liegt Magdeburg voll auf Kurs. Und hofft dabei vor allem auf Tormaschine Radovan Vujanovic (27, 18 Tore). Seit der Serbe Papa geworden ist, trifft er nur noch im Doppelpack.
Sorgen gibt's um Verteidiger Marcel Probst (26, Jochbein-Anbruch). Der fällt heute aus, wird aber am Mittwoch mit Spezialmaske auflaufen.

Sportdirektor Richter will das Mittelfeld stärken

Der Drittliga-Aufstieg ist seit Wocher verpasst. Deshalb plant der 1. FC Magdeburg bereits jetzt den nächsten Anlauf in der kommenden Saison.
Die Basis soll die neue sportliche Leitung bilden: Mit Trainer Steffen Baumgart (37) wurde vor dem Spiel heute (19 Uhr) gegen Altona um ein weiteres Jahr verlängert. An seine Seite stellt der Verein künftig den Oldenburger Michael Richter (45) als Sportdirektor (BILD berichtete).
Richter war erst Sponsor, saß dann drei Dahre im Aufsichtsrat und bekommt einen 2-Jahres-Vertrag. Volker Rehboldt (41): „Mit ihm erweitern wir unser sportliches Kompetenzteam, er wird das Bindeglied zwischen Trainer und Manager."
Gleichzeitig kündigt der FCM-Boss für das Spieljahr 2009/2010 einen Umbruch an. Reh-boldt: „Wir werden den Etat (3 Mio. Euro, d. Red.) um cirka 250.000 Euro reduzieren, was aber auch vom Ausgang des Pokalfinale abhängig sein wird." Am 27. Mai trifft der FCM im Endspiel in Magdeburg auf den Halleschen FC.
Der neue Sportdirektor hat schon eine Schwachstelle erkannt. Richter: „Der Kreativabteilung im zentralen Bereich fehlt Einiges."

FCM-Aufsichtsrat Richter wird neuer Sportdirektor

Nach dem vergeigten Aufstieg 2009 will der 1. FC Magdeburg nächste Saison den Sprung in Liga 3 packen. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Und heute wird sich die Klubführung zu Details äußern.
Alles noch streng geheim! Aber BILD erfuhr: Heute wird der neue Sportdirektor vorgestellt, der ab nächste Saison mit Trainer Steffen Baumgart (37) das Sagen hat. Sein Name: Michael Richter (44). Richter ist derzeit nebenberuflich sportlicher Leiter beim VfB Oldenburg, saß bisher auch im FCM-Aufsichtsrat. Der Wirtschaftswissenschaftler arbeitet seit 8 Jahren in Magdeburg als Vertriebsund Marketingleiter.
Ein Sportdirektor beim FCM. Was soll das bringen? „Eine Menge", meint FCM-Legende Achim Streich (58). „Ein Präsidium muss keine Ahnung vom Fußball haben. Aber es braucht gute Berater. Ein Sportdirektor als Denksta tion zwischen Trainer und Chefetage kann viel bewirken."
Streich kritisiert aber: „Viel Wissen kann sich das Präsidium auch über uns alte Spieler holen. Aber anscheinend ist unsere Meinung in Magdeburg nicht mehr gefragt..."

Vujanovic mit Baby-Power

Was für tolle Tage!
Freitag um 17.22 Uhr wurde Radovan Vujanovic (27) Papa. Gattin Maria schenkte ihm Söhnchen Alexander (52 cm, 3400 Gramm). Samstag ballerte er seinen 1. FC Magdeburg mit einem Doppelpack zum 2:0-Sieg bei Cottbus II.
„Das ist die glücklichste Woche meines Lebens. Mein Baby hat mir die Kraft für die zwei Tore gegeben", jubelte der Serbe mit Ösi-Pass, der im vergangenen Sommer von Kickers Emden kam.
16 Saisontore hat der Offensiv-Allrounder, der von Rudi Assauer gemanagt wird, auf dem Konto.
Und mit jedem Treffer erhöht sich sein Marktwert.
Doch im Gegensatz zu seinem persönlichen Glück, befindet sich sein Klub am sportlichen Scheideweg. Radovan: „Nach dem verpassten Aufstieg können wir die Saison nur noch mit dem Pokalsieg retten. Nur so können wir Spieler uns bei den Fans rehabilitieren."
Und er denkt auch schon an die nächste Saison: „Wir müssen das Negative der letzten Monate abhaken, Verstärkungen schnell integrieren und aufsteigen. Erst dann werde ich rundum glücklich sein."

Baumi bleibt Trainer - und bekommt einen Chef

Heute (13.30 Uhr) spielt der
1. FC Magdeburg bei Kellerkind Energie Cottbus II. Für die Blau-Weißen geht es nach dem vergeigten Aufstieg um nichts mehr.
Damit das nächste Saison anders wird, baut der FCM seine sportliche Abteilung um. Präsident Volker Rehboldt (41), genervt von der Horrorbilanz 2009 (nur 12 von 30 möglichen Punkten): „Wenn der Aufstieg im zweiten Anlauf gelingen soll, dann brauchen wir mehr Qualität und Kompetenz."
Erste Entscheidung: Steffen Baumgart (37) bleibt auch nächste Saison Cheftrainer in Magdeburg, wird demnächst seinen Vertrag verlängern.
Auch durchgesickert: Baumgart bekommt einen Chef. Der FCM wird einen Sportdirektor einstellen. Und einen Assistenten für Baumgart. Frank Windelband (48), der den ]ob nur nebenberuflich macht, soll durch einen Vollzeitbeschäftigten ersetzt werden. Mitte nächster Woche will der FCM dazu eine Pressekonferenz geben.
Doch erstmal steht Cottbus auf dem Programm.
Kapitän Daniel Rosin (28): „Auch wir Spieler kennen die Statistik. Und die Zahlen der Rückrunde sprechen gegen uns. Doch wenn wir uns aus diesem sportlichen Tief befreien wollen, müssen wir Siege einfahren. Insofern ist Cottbus kein Betriebsausflug, sondern ein ganz wichtiges Spiel für uns."
Trainer Baumgart meldet: „Alle Spieler an Bord."

Baumgart begnadigt Braham

Der 1. FC Magdeburg hat seinen Karten-Rüpel (10 Gelbe/1 Gelb- Rote) Najeh Braham (32) begnadigt.
Zwei Wochen musste der Tunesier, der zuletzt auch Ärger mit den eigenen Fans hatte, in der Reserve schmoren! Jetzt darf er wieder mit der Ersten trainieren. Gestern beim Vormittagstraining gab Najeh gleich richtig Gas, sagte danach im Überschwang der Gefühle: „Ich bin glücklich, dass meine Leidenszeit vorbei ist."
Sein Versprechen: „Ich habe viel falsch gemacht. Das will ich jetzt wieder gut machen. Ich will den Pokal! Ich werde im Finale gegen den HFC treffen. Und ich werde den Sieg den Fans schenken."
Worte, die Präsident Volker Rehboldt (41) gerne hört: „Der Denkzettel hat Wirkung gezeigt. Najeh hat die richtigen Lehren aus der Strafe gezogen."
Trainer Steffen Baumgart (37) ist nicht ganz so euphorisch: ..Ich werde auch weiterhin konsequent gegen Undisziplinierte vorgehen. Ob Najeh die richtigen Lehren gezogen hat, muss er uns erst auf dem Rasen beweisen."
Die erste Bewährungschance gibt's morgen (13.30 Uhr) bei Energie Cottbus II.

POKAL ZOFF " Keine Abrechnung da ? "

Kommt beim HFC die Rede auf den Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) und Präsident Werner Georg (58, Braunsbedra), kriegen alle einen dicken Hals!
Grund: Der FSA vergab das Landespokal-Finale ohne Rücksprache mit den Endspielpartnern FCM und HFC für den 27.Mai (19.30 Uhr) erneut nach Magdeburg.
Halle-Manager Ralph Kühne (41): „Da ist jedes Wort zuviel. Zum Glück spielen unsere Jungs eine Riesensaison. Beim Thema FSA fällt mir nix mehr ein.
Nun durchgesickert: Bis heute soll keine ernsthafte Abrechnung vom Finale 2008 bei den beiden Vereinen vorliegen. Georg: „Kein Kommentar. Das Thema beackern FSA-Geschäftsführer Decker und die Stadionbetreibergesellschaft. Ich garantiere den Teams, dass sie diesmal eine Woche nach dem Finale die Endabrechnung auf dem Tisch haben."

Pokal Zoff - HFC prüft rechtliche Schritte

Vor dem Regionalliga-Derby Hallescher FC gegen 1. FC Magdeburg (1:0) am 8. März speisten die Klubdelegationen noch gemeinsam. Die Stimmung - entspannt!
Seit gestern fliegen wieder die Fetzen zwischen den Erzrivalen. Grund ist die Ansetzung des Landespokal-Endspiels durch den Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) auf den 27. Mai (19.30 Uhr) in Magdeburg...
HFC-Boss Dr. Michael Schädlich (54) tobt: „Ich verstehe den Verband nicht! Bekommt kein gemeinsames Treffen beider Klubs hin und entscheidet einfach - gegen uns!" Dem HFC soll mündlich versprochen worden sein,dass die Neuauflage des Vorjahres-Finals diesmal in Halle stattfindet.
FSA-Präsident Werner Georg (58): „Wenn die Parteien sich nicht einigen, müssen wir entscheiden."
Schädlich stinksauer: „Wir haben 2008 aufs Heimrecht verzichtet, sind dem FCM im Regionalliga Überlebenskampf entgegen gekommen. Jetzt will man wohl nicht, dass wir in die 3. Liga aufsteigen Dagegen trainiert der FCM nur noch für's Finale."
FCM-Boss Volker Rehboldt (41) zum Zoff: „Mit uns kann man immer reden, aber der letzte HFC-Vorschlag 3. Juni geht nicht. Wir haben am 29. Mai die Bayern zu Gast, spielen einen Tag später gegen Oberneuland. Tut uns leid..."
Nochmal Schädlich: ..Ab sofort gibt's keinen Kontakt mehr zum FCM. Und der FSA muss seine fragwürdigen Entscheidungen überprüfen."
Georg: „Wir müssen unsere Beschlüsse vom 21.4. und 6.5. umsetzen. Dem HFC ist der 3.6. zu spät eingefallen, auch der 13.6. wäre möglich gewesen."
Gestern prüfte HFC-Anwalt Michael Schunke (47) eine einstweilige Verfügung gegen die Finalansetzung.

Braham " Ich habe Angebote aus Liga 3 "

Er hatte so auf die Begnadigung gehofft.
Doch im Fall von Najeh Braham (31) bleibt FCM-Manager Bernd Hofmann (40) knallhart: „Najeh wird weiter in der Reserve spielen und trainieren."
Das trifft den Tunesien-Stürmer, der nach Ampelkarte und Zoff mit den eigenen Fans vor 10 Tagen suspendiert wurde, wie eine Ohrfeige: ..Ich bin traurig, enttäuscht, wütend und
verzweifelt.Niemand scheint mir mehr zu vertrauen."
Das hört sich nach Abschied an! Braham: „Fans sprechen mich auf der Straße an, unterstellen mir, dass ich weg will. Ich liebe Magdeburg, gehe nur, wenn man mich rausschmeißt. Ich habe Angebote aus der 3. Liga. Aber die interessieren mich nicht. Ich will zurück zur Mannschaft und helfen, den Pokal zu holen."
Doch lässt ihn der FCM am 27. Mai im Finale wirklich auf Erzfeind HFC los? Der Afrika-Meister von 2004: „In diesem Finale zu fehlen, würde mir das Herr aus der Brust reißen." Und es würde den FCM schwächen. Immerhin ist Braham 17 Monate in Magdeburg, hat seitdem 18 mal getroffen. Es waren viele wichtige Tore dabei

Vorsicht,FCM ! Halle jagt Watzka

Jetzt kreisen die Geier über dem 1. FC Magdeburg! Ausgerechnet Erzfeind Hallescher FC macht ]agd auf Mittelfeldspieler Maximilian Watzka (22).
Schmeckt Trainer Steffen Baumgart (37) überhaupt nicht: „Max ist ein wertvoller Mann und spielt in unseren Planungen für die nächste Saison eine wichtige Rolle." Der Rechtsfuß gilt als Riesentalent mit Allrounder-Fähigkeiten und hat die Zukunft noch vor sich. Vorzüge, die mittlerweile auch die Konkurrenz erkannt hat.
Ist das Interesse des HFC nur ein Psycho-Trick vorm Pokalfinale am 27. Mai?
BILD weiß: Ein hoher HFC-Funktionär hat sich nach Watzka erkundigt. Auch die Namen Bankert. Rosin und Braham sind dabei gefallen. Die kämen aber nur in Frage, wenn der HFC die 3. Liga packt.
Baumgart: „Watzka hat Vertrag bis 2010. Wir werden ihn nicht abgeben. Allerdings ist das Geschäft sehr schnelilebig. Vor allem, wenn der Preis
stimmt." Watzka, der vor der Saison über den FC Sachsen (Oberliga) und Kickers Offenbach (2. Liga) nach Magdeburg kam, locker: „Mit dem Thema beschäftige ich mich derzeit nicht."

Mittwoch Runder Tisch wegen Pokal Zoff

Am 27. Mai (19.30 Uhr) soll das Landespokal-Finale zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Hallescher FC im Magdeburger Stadion stattfinden.
Die Betonung liegt auf soll. Denn jetzt gibt es Zoff! Weil der HFC beim Verband intervenierte, hat Verbands-Boss Werner Georg beide Klubs für Mittwoch (11 Uhr) zu einem klärenden Gespräch in die Zentrale gebeten. Er sagt: „Ich erwarte die Präsidenten am Runden Tisch!"
HFC-Boss Dr. Michael Schädlich: „Von uns ist niemand da. Die Einladung
kam zu kurzfristig.' FCM-Manager Bernd Hofmann: „Wir haben keine Einladung erhalten." Mal sehen, ob Georg die Wogen glätten kann!
Fakt ist: Der Verband hatte dem HFC das Finalspiel 2009 versprochen, es dann aber aus Sicherheitsgründen nach Magdeburg vergeben. Doch Halle pocht auf sein Recht, plädiert für ein Heimspiel.
FCM-Präsident Volker Rehboldt: „Wenn Halle die Sicherheitsbestimmungen garantieren kann, beugen wir uns der Entscheidung des Verbandes."
Aber dafür muss Georg erst beide Seiten am Runden Tisch haben

Hier feiern die FCM Helden

So feiern Europacup-Helden! 35 ]ahre nach dem Sieg von Rotterdam (2:0 gegen den
AC Mailand) sind die „Alten Herren" des 1. FC Magdeburg immer noch in Höchstform. Die
Jubiläums-Party dauerte von Freitag (19 Uhr) bis Sonntag (10 Uhr).
Highlight: Jürgen Sparwasser, Axel Tyll und Wolfgang Seguin spielten noch mal die Szene zum entscheidenden 2:0 nach.
Seguin danach geschafft: „Da merkt man erst mal, wie viele Jahre vergangen sind."

Pleite zum Eurocup-Jubiläum

Ausgerechnet am 35. Jahrestag des glanzvollen Europapokalsieges von Rotterdam: Der 1. FC Magdeburg kassiert bei FC Hansa II eine 2:4 (1:3) Niederlage.
Weltuntergangsstimmung an der Ostseeküste -Sturm und strömender Regen. Magdeburg verpennt vor 644 Zuschauern die ersten 40 Minuten, liegt schnell durch Treffer von Jä-nicke (13.), Rahmig (19.) und Lukimya-Mulongoti (23.) zurück
Zeitgleich feiern die Helden in Tangermünde ihren EC-Triumph, sind erschüttert über den Spielverlauf. Axel Tyll (55) und Jürgen Pommerenke (56) unisono: „Um Gottes Willen."
Doch dann ist Vujanovic mit einem Doppelschlag (41. und 50.) zur Stelle, verkürzt auf 2:3. Der FCM gibt jetzt richtig Gas. Doch Rostock kontert clever, macht durch Lukimya-Mulongoti das 2:4 (62.). Trotzdem bleibt Magdeburg das bessere Team, hat weitere Chancen durch Reimann (53.) und Vujanovic (70.). Aber es reicht nicht mehr. Am Ende flog noch Bankert mit Rot runter.
FCM-Legende „Paule" Seguin (63) nach Abpfiff: „Ich bin zum Feiern hier, lasse mir dadurch die Stimmung nicht versauen." • Seit gestern steht fest: Der Knaller gegen den FC Bayern steigt am 29. Mai um 18 Uhr. Tickets gibt es zwischen 20 und 43 Euro.

"Reimann" Neue Chance nach Brahams Suspendierung

Ohne zwei Stammspieler muss der Regionalliga-Vierte 1. FC Magdeburg heute, 18 Uhr, bei Hansa II (9.) bestehen.
Verteidiger Christian Prest fehlt nach seiner 5. Gelben, Torjäger Najeh Braham wurde zusätzlich zu seiner Gelb-Rot-Sperre auf unbestimmte Zeit vereinsintern wegen Zoff mit den eigenen Fans suspendiert (BILD berichtete).
Für ihn könnte Publikumsliebling Christian Reimann in die Startelf rücken! Trainer Steffen Baumgart (37): „Diese Möglichkeit lasse ich mir noch offen. Es könnte aber auch eine Systemveränderung geben."
Aber auch dann wird Reimann wohl spielen; Denn ohne „Einzel-Spitze" Braham wird „Baumi" seine Aufstellung vom 4-5-1 zum 4-4-2 (mit Vujanovic und Reimann als Doppelspitze) umwandeln.
Vor dem Anpfiff in der Rostocker DKB-Arena warnt Baumgart: „Die haben eine junge, spielstarke Mannschaft, waren auch trotz unseres 2:1 im Hinspiel brandgefährlich." Trotzdem fordert der Coach einen Sieg! Baumgart: „Ein Fußballer will jedes Spiel gewinnen. Außerdem werden uns wieder viele Fans begleiten, allein für die müssen wir alles geben."

Die Helden feiern ihren Triumph

Heute vor 35 Jahren -der 1. FC Magdeburg gewinnt in Rotterdam den Europapokal der Pokalsieger, besiegt den AC Mailand mit 2:0.
Schulze, Gaube, Pommerenke, Sparwasser & Co.! Die Spieler von damals sind unvergessen - und bis heute unzertrennlich. Nur einer wird wohl fehlen, wenn sich die Helden von 1974 heute auf der „Störtebeker" (einem Restaurantschiff an der Elbe) in Tangermünde zur Jubiläums-Sause treffen: Detlef Enge (57).
Wolfgang „Paule" Se-guin (63), damals Torschütze zum 2:0, macht sich Sorgen um den ehemaligen Klasse-Verleidiger: „
Wir würden ihm so gern helfen . Aber Detlef hat den Kontakt zu uns abgebrochen ,verweigert sich.
hen, verweigert sich."
Detlef Enge - das Drama um einen begnadeten Abwehrspieler. Nach dem Europacup-Sieg ist er auf dem Sprung in die Nationalmannschaft. Doch 1975, bei einem Nachwuchs-Länderspiel in Lüttich (Belgien), bricht er
sich den Fuß. So kompliziert, dass es nie wieder für ganz oben reicht. Für den damals 23jährigen bricht eine Welt zusammen.
Noch zu DDR-Zeiten verliert er die Arbeil als Maschinenbauer, jobbt als Lagerist in einer HO-Kaufhalle.
Abwehr Kollege Klaus Decker (57, im Finale verletzt): „Ich denke, er hat sich aus Scham von uns abgewendet." Das war vor 25 Jahren!
Doch seine Freunde lassen nicht locker, suchen immer wieder den Kontakt. Vor fünf ]ahren bietet ihm Manfred Zapf (62, 1974 Kapitän des FCM und später DDR-Nationaltrainer) an, Zeugwart beim FCM zu werden. Enge tritt den Job aber nicht an. Seit dem gilt er für seine Kollegen als verschollen...
Zapf traurig: „Detlef war so ein liebenswerter Mensch. Später war er unberechenbar. In einem Moment verschlossen, im nächsten aufbrausend."
Gefeiert wird trotzdem! Morgen (11 Uhr) gibt es ein Kleinfeldspiel gegen Saxonia Tangermünde, danach eine Grillparty mit dem Gegner und abends den „Absacker" im Rathaushotel. Und Detlef Enge wird in Gedarken immer dabei sein...

Magdeburgs Plan

„Ich weiß noch nicht, wer nächste Saison unser Trainer ist. Deshalb können wir uns auch noch nicht um Verstärkungen kümmern", sagt Bernd Hofmann (41).
Der Manager des 1. FC Magdeburg eröffnet damit eine völlig neue Trainerdiskussion für die nächste Saison. Denn bisher war geplant, Steffen Baumgart (37) zum Trainer und Sportdirektor zu machen. Doch das „Magath-Modell" ist nicht mehr die einzige Lösung,
Hofmann bestätigt: „Es besteht auch die Option, Baumgart zum Sportdirektor zu machen und zusätzlich einen Trainer zu
holen."
Wer könnte das sein? Immer wieder geistert der Name Heiko Bonan (43) durchs Magdeburger Stadion. BILD fragte beim Ex-FCM-Kicker und Bundesligaprofi (Bochum, KSC) nach. Der Ex-Nationalspieler und Diplomsportlehrer: „Sehr interessant. Das wäre eine optimale Möglichkeit, in die Heimat zurückzukehren und bei dem Verein zu arbei ten, dem ich viel zl verdanken habe Aber ich bestreite je den Kontakt."
Bonans Trainerrefe renzen: Rot-Weiß Ahlen, Rot-Weiß Esser und seit Januar 200S FC Gütersloh (2. Liga Frauen),

Nach Zoff mit Fans ! Braham fliegt raus

Knallharte Strafe für Gelb-Rot-Sünder Najeh Braham (31)! Der Stürmer des 1. FC Magdeburg wurde gestern vom Spiel- und Trainingsbetrieb der Regionalliga-Mannschaft suspendiert.
FCM-Boss Volker Rehboldt (41): „Diese Entscheidung geschah in Absprache zwischen Präsidium und Trainer."
Braham kassierte in dieser Saison bereits zehn Gelbe Karten, zuletzt flog er gegen Wilhelmshaven (1:0) schon nach 27 Minuten mit Ampelkarte vom Platz und legte sich dabei auch noch mit den eigenen Fans an!
Innerhalb weniger Wochen wandelte sich das
Image des 1O-Tore-Stürmers vom gefeierten Publikumsliebling zum Buhmann. Trainer Steffen Baumgart (37): ..Ich messe einen Spieler nicht nur an seinen Toren, sondern vor allem daran, ob er sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Genau da hat Najeh Probleme."
Und was sagt der Tunesier? Der ist fassungslos: „Ich weiß, dass ich Mist gebaut habe. Ich war so frustriert, als wir den Aufstieg vergeigten, dass ich überzogen habe. Es tut mir alles leid, ich will immer das Beste geben und der Mannschaft wieder helfen." Ob der Klub ihn begnadigt?

Steinbach " Platzregen flutet sein offenes Cabrio"

2006 wurde Wolfgang Steinbach (54) von den Fans des 1. FC Magdeburg zum besten Klubspieler aller Zeiten gewählt.
Sonntag kehrte er als Trainer des SV Wilhelmshaven in seine Heimatstadt zurück, sorgte schon bei der Ankunft für Aufsehen. „Maxe" fuhr in einem sündhaft teuren SL 500 Cabrio vor.
Sein Pech: Er ließ den 15000Q-Euro-Flitzer mit offenem Dach auf dem Parkplatz stehen. Doch mitten im Spiel setzte ein Piatzreqen ein, danach stand der Innenraum der Nobel-Karosse unter Wasser. Ex-Kollege „Paule" Seguin (63) lachte sich schlapp. Steinbach: „So'n Mist, den Wagen hatte ich mir doch nur vom Hauptsponsor ausgeborgt."
Hauptsponsor ist die Sprehe-Unternehmensgruppe. Und Chef Albert Sprehe hat ein Vater-Sohn-Verhältnis zu „Maxe" aufgebaut. Und weil der auch Sponsor in Cloppenburg und Oldenburg ist, muss sich Steinbach keine Sorgen um seine Zukunft als Trainer machen.
Doch er macht keinen Hehl daraus: „Ich würde alles geben, um beim FCM Trainer zu sein. In Magdeburg möchte ich Rentner werden. Und ihr könnt mich dann auch im Mittelkreis des neuen Stadions begraben."

Rüpel-Braham entschuldigt sich

Die Ampelkarte für FCM Rüpel Najeh Braham (31) beim 1:0 über Wilhelmshaven hat Folgen.
Manager Bernd Hofmann (40): „Wir werden Dienstag darauf reagieren." Wird wohl eine
Geldstrafe. 10 Gelbe und eine Ampelkarte hat er in dieser Saison schon für meckern, lamentieren und dumme Fouls bekommen. Inzwischen sind die Fans stinksauer auf den 10-Tore Stürmer aus Tunesien. Najeh: „Ich möchte mich bei den Fans, den Kollegen und beim Vorstand entschuldigen. Ich habe der Mannschaft mit meinem Auftreten geschadet."

Erst ohne Braham fing der FCM zu kämpfen an

Der 1. FC Magdeburg krampft und kämpft sich mit 10 Mann zum mageren 1:0 gegen schwache Wilhelmshavener.
5528 Fans schicken ihre Lieblinge mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Halbzeitpause! Trainer Steffen Baumgart über die ersten 45 Minuten: ..Eine Katastrophe. Ich weiß nicht, was in den Köpfen der Spieler vorging. Da war kein Mut, da war kein Selbstvertrauen, da war Nichts."
Negativer Höhepunkt in der 27. Minute: Braham tritt im Niemandsland Gaebler um, kassiert dafür Gelb. Danach legt er sich mit den eigenen Fans an,
Dettelt so bei Fifa-Schiri Sippel um die Ampelkarte. Und erhält sie prompt.
Zehn ackern nun für 11 und es geht nur noch in Richtung SVW-Kiste. In der 50. Minute köpft Watzka an den Pfosten, Vujanovic staubt aus 6 Metern zum 1:0 ab.
20 Minuten später holt Keeper Lucassen Vujanovic von den Beinen, doch Racanel verschießt den Elfer - seine zweite Fahrkarte in Folge. Dann kann Innenverteidiger Prest sein 1. Saisontor machen, scheitert aber per Kopf an der Latte.
Nach Schlusspfiff Diskussionen um Wiederholungstäter Braham. Seine Disziplinlosigkeit bleibt nicht ungestraft.

Hammer!FCM empfängt die Bayern

Das wird ein Fußballfest! Die Bayern kommen am 29. Mai nach Magdeburg.
Mit dem Gastspiel des deutschen Rekordmeisters löst Bayern-Aufsichtsratschef Franz Beckenbauer (63) sein Versprechen von der Magdeburger Stadion-Eröffnung am 10. Dezember 2006 ein (BILD berichtete).
FCM-Manager Bernd Hofmann (40): ..Uli Hoeneß hat mich am Mittwochabend angerufen und denTerj min bestätigt."
So komplettiert sich für Fans und Mannschaft ein Fußball-Marathon. Am 27. Mai steht das Pokal-Endspiel gegen den HFCauf dem Programm. Zwei Tage später kommen die Bayern zum Flutlicht-Knaller; einen Tag später der FC Oberneuland zum
letzten Regionalliga-Heimspiel. Zuvor spielt der FCM am 20. Mai gegen Altona. Ebenfalls zuhause.
Doch zunächst empfängt Magdeburg morgen (14 Uhr) den SV Wilhelmshaven.
Um viel geht's in den letzten Spielen nicht mehr. Derzeit beträgt der Rückstand zu Spitzenreiter Kiel 13 Punkte. FCM-Boss Volker Rehboldt (41) deutlich: „Die Saison ist verkorkst, wir stehen im Niemandsland der Tabelle."
Positiv: Die Planungen für die neue Saison sind voll in Gange. Trikotsponsor „Wernesgrüner" verlängerte gerade um zwei Jahre. Der Etat wird dennoch um 200 000 Euro auf 2,8 Millionen Euro gesenkt. Rehboldt: „Das ist eine logische Folge des verpassten Aufstiegs und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insgesamt."

Allgemein

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Vorbereitung

02.07. SV Eintracht Hakenstedt A

06.07. SV Empor Dedeleben A

07.07. Firmenstaffel-Lauf Stadtpark Magdeburg

09.07. Haldensleber SC A

12.07. FSV Barleben A

13.07. – 18.07.2011
Trainingslager in Wesendorf

19.07. Victoria Köln (in Nienburg) A

23.07. SC Verl (in Arendsee) A

26.07. Schönebecker SC A

29./30./31.07.2011
Saisoneröffnung MDCC-Arena

03.08. TuS 1860 Magdeburg A

Quelle: Homepage 1.FCM

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