August 2009

Baumgart verzweifelt an seinem FCM

Von RONNY HARTMANN

Der K.o. kam mit dem Abpfiff: Durch das 2:2 vor nur 4661 Fans gegen Hansa II bleibt Magdeburg in der Regionalliga weiter sieglos.
Erst hatten Radovan Vujanovic (82.) und Maximilian Watzka (84.) binnen drei Minuten einen 0:1-Rückstand (Haufe) gedreht dann glich Hansa mit dem Schlusspfiff durch Felix Freitag noch aus.
Fazit: Nach vier Regionalliga-Spielen ohne Sieg belegt der FCM mit drei Punkten Tabellenplatz 13...
Wieder kein Erfolg für Steffen Baumgart (37). Der Trainer verzweifelt langsam an seinem Team.
„Das war wie ein Genickschlag! Da war ich einfach nur leer, hatte nur einen Gedanken: Warum wir? Warum ist der Fußballgott nicht auf unserer Seite?", beschrieb der Trainer sein Seelenleben.
In der Vorsaison startete der FCM - damals noch unter Trainer Paul Linz - ebenfalls mit nur 3 Zählern aus 4 Partien (1 Sieg, 3 Pleiten).
Baumgart gestern zu BILD: „Du fühlst dich, als hättest Du im Lotto gewonnen, aber den Schein weggeschmissen!"
Und trotzdem ist der ehemalige Bundesliga-Profi (Hansa, Wolfsbirg, Cottbus) weiter vom Erfolg überzeugt. Baumgart: „Die ]ungs arbeiten gut, wir sind gegen Rostock gut aufgetreten. An der Einstellung, dem Pensum, der Laufbereitschaft gibt es nichts zu kritisieren. Die Niederlage bei Türkiyemspor war der negative Ausrutscher, doch die anderen drei Remis haben vom Einsatz her gestimmt. Nur die Punkte fehlen uns. Jetzt müssen wir halt noch konsequenter, noch energischer arbeiten. Der Job macht allen Spaß, auch wenn Gegenwind kommt."
So wie das Transparent („Rehboldt Baumgart Raus!!!")
und die „Baumgart Raus"-Rufe in der 76. Spielminute...
Baumgart: „Alles was du machst, wird in der jetzigen Situation in Frage gestellt, damit müssen wir umgehen. Die meisten, die uns nur 90 Minuten pro Woche sehen, wissen ja nicht, wie wir die ganze Woche arbeiten", so Baumgart, der sich gestern das 0:0 des nächsten Auswärtsgegners VFC Plauen (Mittwoch, 18.30 Uhr) in Meuselwitz anschaute.
Baumgart ehrlich: „Nach den Enttäuschungen der letzten Jahre hat man in Magdeburg keinen Kredit mehr, das würde auch einen anderen Trainer so gehen. Mich persöhnlich schmerzt eher der momentane Misserfolg.

Watzka , Beihnahe FCM-Held

Maximilian Watzka hätte der Held von Magdeburg werden können. Nach dem Rückstand durch Rostocks Haufe (38. Minute) hatte Vujanovic (82.) spät für den Ausgleich gesorgt.
Nur wenige Augenblicke später fasste sich Watzka (84.) ein Herz, hämmerte den Ball aus 18 m unhaltbar in den Winkel 2:1. Am Ende verlor der FCM doch noch zwei Punkte.
Watzka nach dem Ausgleichstor durch Rostocks Freitag: „Da standen wir nur da und hatten Angst, dass der reingeht. Eine gefühlte Niederlage."

FCM will die Fans versöhnen

Von RONNY HARTMANN

Nach drei Auftaktspielen ohne Sieg steht der 1. FC Magdeburg vor dem heutigen Heimspiel gegen Hansa Rostock II (13.30 Uhr) massiv unter Druck.
Bereits fünf Punkte Rückstand bis zum Aufstiegsplatz, und auch die leidgeprüften Fans sind bedient: So gingen bis gestern nur 4500 Karten weg, gegen Hamburg II waren es noch 7000 Tickets im Vorverkauf. Das wäre eine Einnahme-Differenz von mindestens 12 500 Euro.
Heute sollen die enttäuschten Anhänger versöhnt werden! Kapitän Radovan Vujanovic: „Wenn die Fans sehen, dass wir Einsatz zeigen, stehen sie auch wieder hinter uns. Und bei einem Sieg werden auch wir wieder im Kopf frei."
Auch sportlich wird es Änderungen geben: Beim 0:1 gegen Türkiyemspor hatte Trainer Steffen Baumgart (37) noch die Mannschaft spielen lassen, die in Halbzeit zwei gegen den HSV II (0:0) überzeugte.
Und heute? Der Coach hält die Aufstellung geheim. Selbst die Spieler
konnten gestern bei der 49-minütigen Abschlusseinheit noch nicht erahnen, wer gegen Rostock beginnt. So stehen erst drei Positionen fest: Matthias Tischer im Tor, die Doppel-Sturmspitze bilden Kapitän Vujanovic und Zugang Lars Fuchs.
Wer auf dem Platz steht, ist sowieso nebensächlich, sagt Vujanovic: „Wir werden eine Reaktion zeigen. Die bisherigen Ergebnisse sind für unser Ziel viel zu wenig. Wir müssen Rostock von der ersten Minute an bekämpfen, um jeden Ball fighten, dann gewinnen wir auch."

Baumgart packt seine Spieler bei der Ehre

Von RONNY HARTMANN

Seit sieben Regionalliga-Spielen warten der 1. FC Magdeburg und seine Anhänger auf einen Sieg. Den letzten Dreier fuhr die Truppe von Trainer Steffen Baumgart (37) am 20. Mai 2009 gegen Altona (4:1) ein.
Geht es morgen, 13.30 Uhr, im Heimspiel gegen Hansa II endlich wieder aufwärts?
Nur wenn es „Psychologe" Baumgart schafft, die Blockade der Spieler (Prest: „Wir konnten den Hebel nicht umlegen.") zu lösen. Der Coach: „Bei dem Komplettversagen in Berlin sagt man sich, lieber einmal alle zusammen, als immer mal einer."
Doch wie baut er seine Mannschaft wieder auf?
„Jeder muss jetzt für sich selbst spielen und zeigen: ,lch bin ein ein guter Fußballer'", packt Baumgart sie bei der Ehre. „Niemand steht gern als Versager da. Deshalb müssen wir die Unzufriedenheit, den Druck und das fehlende Vertrauen des Umfeldes mit Einsatz und unbedingtem Willen bekämpfen. In der Liga kannst du keinen schönen Fußball spielen, sondern musst dir den Arsch aufreißen. Nur mit Leistung kommen wir da wieder raus."

Es gab keinen Einsatz

Von
RONNY HARTMANN

2 Punkte, 1 Tor, 0 Siege: Nach dem 0:1 bei Türkiyemspor hat der 1. FCM den Saisonbeginn gründlich vergeigt.
Magdeburgs Regionalliga-Start ist sogar noch schlechter als in der Vorsaison: Da stand man nach drei Spieltagen ebenso auf Tabellenplatz 13, hatte aber immerhin schon 3 (!) Punkte.
Präsident Volker Rehboldt (41): „Wir werden jetzt intern in Klausur gehen und das analysieren. Aber man darf nicht schon nach drei Partien die gesamte Saison über den Haufen werfen."
Doch wie konnte es dazu kommen? „Es gab keinen Einsatz, keinen Kampfgeist, keinen Willen. Es sah so aus, als ob alle Angst hatten", so Trainer Steffen Baumgart (37). „Die Phase vieler Worte ist vorbei, wir müssen jetzt endlich mal etwas zeigen. Denn wir haben jetzt keine Zeit mehr." Schon am Samstag,
13.30 Uhr, kommt Rostock II. „Keine Ahnung, warum wir den Hebel nicht umlegen konnten", war auch Verteidiger Christian Prest (28) ratlos, der in der 55. Minute eingewechselt wurde: „Wir dürfen jetzt einfach nicht verkrampfen, sondern müssen diesen Fehlstart schnell wieder ausmerzen." Hoffentlich...

So steigt Magdeburg nie auf

von RONNY HARTMANN

Oje, 1. FC Magdeburg! Was war das denn? Bei Türkiyemspor Berlin verlor der FCM gestern 0:1 (0:0) und wartet nach drei Spielen immer noch auf einen Sieg.
Nur zwei Punkte bislang - ein klassischer Fehlstart. Am Saisonende will der Europacup-Sieger von 1974 in die 3. Liga aufsteigen, doch so wird das nichts. Entsprechend sauer war Präsident Volker Rehboldt: „Ohne Mut,ohne Ordnung, zu weit weg vom Gegner. Jetzt sind wir weit hinter dem, was wir uns vorgenommen hatten. Enttäuschend!"
Was für ein Glück, dass das Flutlicht erst in der Pause anging. So konnten die 1103 Zuschauer im Jahn-Sportpark nur erahnen, wie schlecht die erste Hälfte war.
Den Grottenkick kennzeichneten ein Fehlpass-Festival und nur wenige Torchancen. Die beste hatten die Berliner, die durch Lemcke die Latte trafen (3.). Auf Magdeburger Seite rutschte Zander an einer Watzka-Eingabe vorbei (27.), Siga zielte knapp daneben (37.). Sonst nichts!
Die 500 FCM-Anhänger schickten ihre Jungs mit Buh-Rufen und Pfiffen in die Kabine. Gewirkt hat das nicht. Der FCM wurstelte weiter vor sich hin und Trainer Steffen Baumgart brachte Neuzugang Lars Fuchs erst nach 64 Minuten. Hätte er aber lassen können.
Denn das unverständliche Treiben auf dem Rasen ging auch mit ihm weiter. Mit Fußball hatte das jedenfalls nichts zu tun. Bezeichnend: Torwart Tischer eilte aus seinem Kasten, schoss Verteidiger Prest an. Glück: der Ball ging nur zur Ecke.
Als Fuchs dann Ex-FCM-Keeper Rothe im Berliner Tor den Ball abjagte, lag das erlösende 1:0 in der Luft. Doch der Ex-Zweitligaspieler (Braunschweig) kam nicht am Schlussmann vorbei.
So kam, was kommen musste. Seine zweite Chance im Spiel nutzte Türkiyemspor durch Grossert nach Doppelpass mit Koc zur Entscheidung (85.).
Danach fing es an, wie aus Kübeln zu schütten - praktisch die doppelte kalte Dusche für die Elbestädter.
Baumgart über seine Versager: „Sah aus, als wenn die Jungs Angst hatten. Das war dem FCM nicht würdig und unter aller Sau. So bringen wir uns in eine düstere Situation .Wohl Wahr

Wir klauen dem FCM die Punkte

Von RONNY HARTMANN
Nur zwei Punkte aus zwei Spielen - nach dem Stolperstart muss der 1. FC Magdeburg heute (19 Uhr, Jahn-Sportpark) bei Türkiyemspor Berlin unbedingt gewinnen, um nicht schon früh den Anschluß zum Aufstiegsplatz zu verlieren.
Doch ausgerechnet ein ExMagdeburger hat etwas dagegen. Kais Manai (36) war bis Sommer 2008 Spielmacher bei den Berlinern, ist jetzt in Personalunion Standby-Spieler und Co-Trainer in der Hauptstadt. Manai: „Ich spiele nur, wenn ich gebraucht werde. Ich will Trainer werden, mache demnächst meine Lizenz."
Was ist gegen seinen ExKlub drin? Der Tunesier: „Magdeburg ist angeschlagen, steht unter Druck und muss gewinnen. Deshalb wird es für uns schwierig. Doch wenn wir an uns glauben und so auftreten wie zuletzt beim 3:1 in Meuselwitz, dann punkten wir auch."
Gestern war der Manai in Magdeburg, traf sich dort mit Ex-Kollege Najeh Braham (jetzt Aue)und den heutigen Konkurrenten Catalin Racanel, Radovan Vujanovic, Daniel Bauer, Maximilian Watzka und Neuzugang Lars Fuchs.
Spionage-Alarm? „Nein, wenn ich in der Stadt bin, trinken wir immer einen Kaffee. Wir haben über alles geredet außer Fußball", so Manai, der mit FCM-Einkauf Lars Fuchs einen alten Bekannten traf. Manai: „Lars kenne ich aus meiner Braunschweiger Zeit (2000/2001, d. Red.). Ich habe dort damals in der Ersten gespielt, er in der A-Jugend. Ein großes Talent. Wenn er das beim FCM weiterführt, kann er eine echte Bereicherung sein

" 4 Fuchs Tore zum Einstand "

Von RONNY HARTMANN

Ein Rekordsieg, vier Fuchs-Tore und 2550 Euro für die Opfer von Nachterstedt: Mit einem Benefizspiel hat sich der 1. FC Magdeburg für die Auswärtspartie bei Türkiyemspor Berlin (morgen, 19 Uhr) warm geschossen.

In dem 2100-Einwohner-Ort wurden bei einem schweren Erdrutsch am 18. Juli drei Menschen verschüttet und 40 obdachlos.
Das 26:1(13:0) gegen Landesklasse-Klub Concordia Nachterstedt war der höchste Sieg der FCM-Geschichte. Und ein guter Einstand für Neuzugang Lars Fuchs (27, Jena). Der Stürmer machte bei seinem 45-Minuten-Einsatz gleich vier Treffer.
„Ich bin morgens in Jena los, habe dann in Braunschweig bei Präsident Rehboldt einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben und bin dann gleich nach Nachterstedt durchgefahren", erklärt Fuchs den 380-km-Trip vor seinem ersten Einsatz im FCM-Trikot. „Aber die Mannschaft hat mich sofort gut aufgenommen."
Auch Trainer Steffen Baumgart (37) war zufrieden: „Solche Spiele gewinnt man natürlich, aber die Höhe zeigt, dass wir wirklich gut gespielt haben."

FCM holt den Jena Stürmer

Der 1. FC Magdeburg rüstet nach, holt für den bis zur Rückrunde verletzten Stürmer Denis Wolf (26) jetzt Lars Fuchs (27) aus Jena.
Magdeburg ist mit dem Linksfuß schon seit Donnerstag einig. Doch gestern tauchten beim FC Carl Zeiss Probleme auf, als Fuchs seinen Vertrag (bis 2011) auflösen wollte.
Jena-Sportdirektor Heiko Weber (44) am frühen Nachmittag: „Seine Forderungen in Bezug auf eine Abfindung sind noch zu hoch." Um 16.05 Uhr endlich die erlösende Nachricht aus Thüringen. Weber: „Wir haben uns geeinigt."
Fuchs ist kein klassischer Stürmer, kommt mehr über die linke Außenbahn. Er soll Strafraumknipser Radovan Vujanovic (27) entlasten und ihn mit Torvorlagen füttern.
Manager Bernd Hofmann (41) : „Fuchs ist ein wuse-liger, schneller Mann, der genau in unser Konzept passt."

FCM spielt für einen guten Zweck

Dienstreise an einen schicksalsträchtigen Ort. Der 1. FC Magdeburg spielt morgen (15 Uhr) in Nachterstedt gegen den SV Concordia, möchte die Opfer der Erdrutsch-Katastrophe unterstützen.
Manndecker Silvio Bankert über die Katastrophe vom 18. Juli: „Wenn so etwas nur wenige Kilometer von dir entfernt passiert, dann ist man schwer erschüttert. Ich habe die Bilder der Unglückstelle immer noch im Kopf. Alle Spieler haben sofort zugesagt, dass wir dieses Spiel machen wollen."
Nachterstedts Bürgermeister Siegfried Hampe (63): „Wir haben uns sehr gefreut, dass der FCM uns angeboten hat, zu helfen. Wir nehmen 5 Euro Eintritt und wünschen uns, dass ganz viele Fans kommen."
Jeder Cent davon fließt auf das Spendenkonto der Salzlandsparkasse (Kto.-Nr. 3063002150, BLZ 80055500).
Hochsicherheitsgebiet Nachterstedt! Wo wird gespielt? Der Bürgermeister: „Wir spielen in der Lindenstraße. Der Platz, der dir an der Abbruchstelle liegt, ist gesperrt, dient ohnehin nur als Trainingsplatz."

Dazu steht der FCM kurz vor der Verpflichtung von Stürmer Lars Fuchs (27, Jena).

Wolf fällt bis zur Winterpause aus

Von RONNY HARTMANN
Das wird man beim 1. FC Magdeburg nicht gerne hören: Die Bein-Verletzung von Denis Wolf (26) ist schlimmer als zuerst befürchtet.
BILD besuchte Magdeburgs Neuzugang einen Tag nach seiner OP im Krankenhaus Vogelsang. Wolf: „Ein Arzt sagte mir neulich, dass ich mir Zeit nehmen und alles komplett auskurieren soll, wenn ich noch lange Fußball spielen will. Mein Ziel ist es, nach der Winterpause wieder dabei zu sein!"
Das wäre in 25 Wochen beim Heimspiel gegen Türkiyemspor Berlin (voraussichtlich 13. Februar 2010). Was war passiert? Der Offensiv-Alrounder war am 22. April bei der Oberliga-Pleite von Erfurts Reserve gegen Lok Leipzig (0:2) böse umgegrätscht worden, hatte sich dabei einen Syndesmose- und Außenbandriss zugezogen.
Schon nach einer kurzen Reha durfte Wolf da wieder ins Lauftraining einsteigen. Doch in Magdeburg kamen bereits beim Auftakttraining die Schmerzen zurück!
]etzt folgte die Operation - und der monatelange Ausfall.
Chefarzt Dörg Woltersdorf (54), der den Eingriff vornahm: „Die alte Verletzung von April war nicht vollständig ausgeheilt, so dass nach vier Tagen hoher Trainingsbelastung beim FCM diese Verletzung wieder aufbrach."
Mannschaftsarzt Matthias Greulich (35) erklärt: „Am rechten Sprunggelenk wurde der sogenannte Außenbandkapsel-Apparat genäht. Dazu wurden zwei Stellschrauben im Bereich des Wadenbeines eingesetzt, um die ältere Syndesmose-Verletzung zu fixieren."
Morgen darf Wolf die Klinik verlassen, die beiden je vier Zentimeter langen Titan-Schrauben kommen allerdings erst nach sechs Wochen raus. Wolf: „Wäre die erste Verletzung im April gleich richtig diagnostiziert worden, were ich jetzt topfit. So verpasse ich die komplette Hinrunde."

Baumgart : Das war kein Fehlstart

Von MICHAEL NOWACK
Der 1. FC Magdeburg hat am Wochenende punktspielfrei, macht aber am Samstag 15 Uhr in Nachter-stedt ein Benefizspiel für die Opfer der Erdrutsch-Katastrophe.
Derweil sucht die Chefetage nach einem neuen Stürmer. Präsident Volker Rehboldt (41) über das Profil: „Erfahren und treffsicher. Einer, der sich schon einen Namen gemacht hat." Dafür wird europaweit gefahndet. Rehboldt: „Wir arbeiten eine lange Liste ab."
Und Trainer Steffen Baumgart (36) arbeitet den verschnarchten Saisonstart mit vier verschenkten Punkten aus zwei Spielen auf: „Ich denke nicht, dass es ein Fehlstart war. Für mich werden sich Lübeck und der HSV II zwischen Tabellenplatz vier und sechs einpe-geln."
Doch für einen Aufstiegskandidaten können Remis kein Maßstab sein. Baumgart: „Natürlich nicht! Trotzdem haben mir beide Spiele Mut gemacht. Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, hatten glasklare Chancen. So klar, dass es schwerer war, sie nicht zu machen. Was wir uns bisher vorwerfen müssen ist, dass wir uns mit Toren nicht selbst belohnt haben. Aber wir kommen noch."

Talent will in Stammelf

Deniz Siga (20) - ein Talent wird langsam erwachsen. Dabei war der türkische U19-Nationalspieler bisher hinter Vujanovic, Wolf und Verkic nur die Nummer 4 im Sturm des 1. FC Magdeburg.
Doch mit seinem starken Auftritt beim 0:0 gegen den HSV II hat der Einwechsler (ab 46.) die Karten neu gemischt. Trainer Steffen Baumgart (36) lobt: „Kann er die Form konservieren, ist er ein Kandidat für die Anfangself."
Ein Freibrief ist das für den schnellen Stürmer aus Nigde bei Ankara jedoch nicht. Baumgart: „Er hatte die hundertprozentige Chance, die Mannschaft zum Sieger zu machen. Doch da er hat vorm Tor versagt. Noch entschuldige ich das mit seiner Jugend."
Doch er fordert: „Es reicht nicht, nur gut zu spielen und an den Ketten zu zerren. Ein Stürmer wird bei mir an Toren gemessen. Da muss er zulegen."
Deniz, der mit Kollege Racanel in einer Wohngemeinschaft lebt, stolz: „Schön, wenn der Trainer hinter mir steht, mir auch Fehler verzeiht. Ich möchte ihm dieses Vertrauen zurück geben, mich durchsetzen. Und hoffe darauf, dass sich dann auch der U21-Nationaltrainer aus der Türkei bei mir meldet."

Baumgart : Ich bin als Psychologe gefragt

Von MICHAEL NOWACK
In 2 Spielen 4 Punkte verschenkt, erst ein Tor geschossen. Beim 1. FC Magdeburg, der das Saisonziel Aufstieg hat, machen sich erste Anzeichen von Alarmstimmung breit. Trainer Steffen Baumgart nach derrt 0:0 gegen den HSV II selbstkritisch: „Von den Zahlen her, ist das Erreichte einfach zu wenig."
Das Problem: Obwohl die Mannschaft gnadenlos kämpft, kommt kaum was Zählbares raus. Torhunger und Spielwitz aus der Vorbereitung sind in den Punktspielen wie weggeblasen.
Der Trainer: „Die 1. Halbzeit gegen Hamburg war ein großer Rückschritt. Wir haben ohne Mut und Zutrauen gespielt. Jetzt bin ich als Psychologe gefragt."
Wie will er die Mannschaft motivieren? „Sie hat in der 2. Halbzeit bewiesen, was sie kann. Auch wenn die Tore noch fehlten, war das etwas, worauf wir aufbauen können."
Ex-Bundesliga-Star Rodolfo Esteban Cardoso (40, Werder, HSV), Trainer vom HSV II, hält Magdeburg immer noch für aufstiegsfähig: „Mit den tollen Fans im Rücken bauen die einen unbändigen Druck auf. Hier werden nicht viele Teams punkten. Wir hatten einfach viel Glück."

Magdeburg verpennt auch den Heimstart

Von MICHAEL NOWACK
Was für eine Enttäuschung! Der 1. FC Magdeburg verschnarchte das erste Heimspiel der Saison - 0:0 gegen den Hamburger SV II.
Dabei war alles für ein Fußball-Fest angerichtet: 7926 Fans verwandelten die MDCC-Arena in ein Tollhaus. Doch die FCM-Kicker auf dem Rasen verdarben die Party. Hamburg war technisch klar die bessere Mannschaft. Magdeburg ohne Ideen, hielt aber wenigstens kämpferisch dagegen.
Erst nach 25 Minuten die erste Torgefahr. Hamburgs Choupo-Moting knallte aus 10 m drauf - Keeper Tischer hielt. Der FCM blieb bis zur Pause harmlos, hatte nicht eine Topchance!
Trainer Steffen Baumgart reagierte, brachte mit Siga (für Racanel) einen zweiten Stürmer. Sofort geriet Hamburg unter Druck. Probst musste per Kopf das 1:0 machen, scheiterte aber (58.). Genau wie Siga und Zander bei den Nachschüssen, jetzt ging's hin und her: Tischer rettete gegen den durchgebrochenen
Choupo-Moting (68.).® Siga (69.) traf das leere Tor aus 5 m nicht.
Tischer kratzte einen Torun-Hammer aus dem Eck (76.). ® HSV-Keeper Mickel parierte sensationell gegen Zander (80.) und Watzka (88.).
Der 1. FCM ließ in 2 Spielen schon vier Punkte liegen - alarmierend für ein Team, das aufsteigen will.
Und Neuzugang Denis Wolf muss wegen einer Bänder-fehlstellung am Knie operiert werden, fällt 12 Wochen aus. Bis 30. August muss ein neuer Stürmer her.

Baumgart will eigene Liga für Bundesliga Reserve

Heute 19 Uhr steigt das erste Heimspiel der Saison in der MDCC-Arena.
Der 1. FC Magdeburg hat den Hamburger SV II zu Gast und will den ersten Sieg.
Doch FCM-Trainer Steffen Baumgart passen die Kicks gegen Bundesliga-Reserven überhaupt nicht. Er fordert sogar: „Für die U23-Teams muss eine eigene Liga her."
Wundertüte Reserveteams! Der Gegner weiß nie, in welcher Besetzung die auflaufen. Baumgart: „Ich habe mir abgewöhnt, herauszubekommen, wer vom Bundesligaka-der eingesetzt wird. Das ist Lotto."
Das Argument der Bundesligisten, ihre Talente in den 3. und 4. Ligen auf die Bundesliga vorzubereiten, wischt Baumgart vom Tisch:
„Talente können ausgeliehen werden, zum Beispiel nach Magdeburg. Da ist die Ausbildung auch nicht schlechter."
Wundertüte HSV! Mal sehen, was heute rauskommt.

Probst räumt für Gelb-Rot Bankert ab

Vor dem morgigen Heimspielauftakt (19 Uhr) gegen die Reserve des HSV muss FCM-Trainer Steffen Baumgart (37) seine Stamm-Formation umbauen. Weil Defensivmann Silvio Bankert (24) schon am ersten Spieltag mit Gelb-Rot vom Platz flog, rutscht Marcel Probst (26) in die Startelf.
Für Baumgart kein Qualitätsverlust: „Auf Probster kann ich mich jederzeit hundertprozentig verlassen."
Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Catalin Racanel (32). Der Spielmacher hatte sich in Lübeck bei einem Zusammenstoß ein blaues Auge und eine Platzwunde über dem linken Auge zugezogen, die mit sieben Stichen genäht werden musste.
Racanel: „Ich trainiere mit und würde am Freitag gern spielen. Aber der Trainer will eigentlich, dass ich eine Pause mache." Die Entscheidung fällt wohl heute!

Bierkrieg im FCM Stadion

Wenn sich zwei streiten
Irrer Bierkrieg im Stadion unseres 1. FC-Magdeburg. Auf der einen Seite Wirtin Denise Meyer (25). Sie betreibt die Gastronomie, seit sich die Stadt und der frühere Stadionbetreiber HTFM trennten (BILD berichtete). Auf der anderen Seite Thomas Reiche (42) aus Leipzig, Chef des alten Cateringunternehmens.
Das Problem: Reiche pocht auf seine Verträge, will der Neuen den Zapfhahn ,nicht überlassen: „Es sei denn, ich bekomme eine Abfindung für die zweieinhalb Jahre, die mein Vertrag noch gilt", so Reiche. Die Rede ist von rund 250000 Euro, wie BILD erfuhr. Seit gestern streiten Reiche und die Stadt deswegen sogar vor Gericht. Urteil am 23. September.
Die Fans wird es freuen! Denn: Beim Spiel morgen, 19 Uhr, gegen den HSV II sind beide Gastronomen am Start.
Und am Ende wird wohl nur der sein Bier verkaufen, der es am billigsten tut...

So schlimm ist Wolf verletzt

Der 1. FC Magdeburg und sein Sturmproblem. Weil Denis , Neuzugang aus Erfurt, verletzt ist, muss der Klub bis 30. August wohl noch einen Stürmer kaufen.

Wie konnte das trotz Medizincheck in Magdeburg passieren? Die Krankenakte Wolf: Noch in Erfurt zog er sich einen Syndes-moseband-Anriss zu, bekam nach der Reha grünes Licht fürs Lauftraining. Nach seinem Wechsel zum FCM brachen die Schmerzen wieder aus. Wolf konsultierte Ärzte in Vogelsang und Hannover, ging im Beisein von Trainer Steffen Baumgart schließlich zu Dr. Detlef Meier nach Berlin. Der diagnostizierte einen Schaden am Fibulaköpfchen im Kniegelenk. Ein Folgeschaden des Syndesmoseb-andanrisses?
Baumgart: „Das hängt wohl alles zusammen. Für mich ist aber viel wichtiger, ob ich mit Denis planen kann. Aber wie lange er ausfällt, wie die Therapie
aussieht, darüber beraten noch die Mediziner."
Präsident Volker Rehboldt attackiert dagegen Erfurts medizinische Abteilung: „Die Fehler wurden da gemacht. Einen Spieler mit einem unauskurier-ten Bänderanriss laufen zu schicken, das ist Gift. Und wir müssen jetzt mit den Folgen leben."

Von Michael Nowack

Spieler auf Briefmarken

Tolle Marketing-Idee des privaten Zustelldienstes „biber post". Ab heute gibt es Briefmarken mit den Porträts der FCM-Spieler in über 150 biber-Verkaufsstellen in ganz Sachsen-Anhalt. Erste Auflage: 5000 Stück. Marketingchef Andre Höfer (31): „Wir bieten dem Fußballfan aber noch ein Extra. Es gibt Sammelposter, auf der man alle Marken aufkleben kann."

Alarm ! Holt der FCM noch einen Knipser

Von MICHAEL NOWACK

Brennpunkt FCM-Sturm! Vor der Saison leistete sich Trainer Steffen Baumgart den Luxus, seinen 30-Tore-Traum-sturm Vujanovic/Braham zu sprengen, Najeh Braham nach Aue abzugeben.
letzt hat der FCM ein Problem! Denn hinter Radovan Vujanovic stehen nur die „Sturm-Lehrlinge" Verkic und Siga und der verletzte Wolf
(Syndesmose-band-Anriss).

Vujanovic nach dem 1:1 in Lübeck: „Früher hatte ich Braham, der für mich die Lücken riss. Im heutigen System muss ich ganz lange Wege gehen, verbrauche viel Kraft für Defensivarbeit." Alarm im Sturm!
Doch der Su-per-GAU tritt ein, wenn Alleinunterhalter Vujanovic mal verletzt, oder gesperrt ist. Aufsichtsratsmitglied Heiner Bertram reagierte noch im
Lübecker VIP-Raum, sprach FCM-Boss Volker Rehboldt an: „Es muss noch ein Stürmer her." Er bekam keine Antwort...
Der Präsident geste.tn zu BILD: „In der nächsten Woche haben wir Gewissheit, wie der Heilungsprozess bei Wolf verläuft. Fällt er weiter aus, werden wir innerhalb der Wechselfrist auf dem Markt reagieren." Die Wechselfrist endet am 30. August...

Wehrendts Hammer verhindert FCM-Sieg

Von MICHAEL NOWACK

Nur 1:1 beim VfB Lübeck! Der Traumstart des 1. FC Magdeburg in die Saison wurde durch ein Traumtor - Lübecks Wehrendt traf aus 40 Metern in den Winkel (82.) -verhindert.
An der Frage, ob der FCM diese Saison aufstiegstauglich ist, schieden sich nach Abpfiff die Geister. Für Magdeburg spricht bedingungslose Kampfbereitschaft und Moral. Nachdem der starke Bankert für ein Allerweltsfoul Gelb-Rot sah (69.), fighteten sich 10
Mann sogar zur Führung.
Trainer Steffen Baumgart: „Für diesen Willen muss ich die Mannschaft loben."
Aber Kampf allein wird nicht reichen, um auf Dauer im Aufstiegsgeschäft mitzumischen!
In Lübeck waren der Spielwitz und die Kreativität der Vorbereitung wie weggeblasen. Nur lange Bälle, die an Regisseur Tüting vorbei gingen und mit denen Vujanovic vorne nix anfangen konnte.
Tüting bestätigt: „Ein sehr zerfahrenes Spiel, mit vielen Fouls. Es war sehr schwer, mich ins Spiel einzubringen."
Nur in der 74. Minute hatte der Lenker einen genialen Moment, legte für Vujanovic zum 1:0 auf. Der Sieg schien im Sack. Doch dann kam Wehrendts 40-Meter-Hammer...

Baumgart lässt 3 Stürmer los

Pokalschreck VfB Lübeck gegen Aufstiegskandidat 1. FC Magdeburg! Heute 13.30 Uhr (Lohmühle) ist an der Ostsee Saisonauftakt.
Ein Auswärtssieg soll her!
Deshalb lässt Trainer Steffen Baumgart drei Stürmer los, spielt das System, mit dem die Zweitliga-Polen von Pogon Stettin 3:1 überrollt wurden - und mit dem selbst Cottbus im Pokal Probleme hatte. Energie-Coach Wol-litz lobte nach dem 1:3: „Was für eine Spielfreude. Das sah richtig gut aus."
Baumgarts neue Angriffs-Taktik sieht so aus: 20-Tore-Stürmer Vujanovic macht den Strafraumkiller und Racanel sowie Watz-ka beackern die Außenbahnen. So attraktiv war das FCM-Spiel lange nicht.
Der Trainer: ..Wir wollen die Ergebnisse der Vorbereitung, besonders das Polen-Spiel, nicht so hoch hochhängen. Wichtig ist, dass das neue System auch in den Punktspielen erfolgreich ist."

Baumgart warnt seine Große-Klappe-Spieler

Von M.NOWACK
Morgen 13.30 Uhr beginnt für den 1. FC Magdeburg beim VfB Lübeck das Unternehmen Aufstieg in die 3. Liga. Nach einer guten Vorbereitung (10 Siege, 1 Niederlage, 66:5 Tore) und einem heißen Pokalfight gegen Cottbus (1:3) sind die Erwartungen hoch. Auch bei den Spielern.
Genau deshalb warnt Trainer Steffen Baumgart seine Spieler, ihre große Klappe auch mit großer Leistung zu rechtfertigen. Baumgart: „Diese Spieler behaupteten von sich bei den Vertragsverhandlungen, dass sie das Format für die 3. Liga, teilweise sogar die 2. Liga, haben. Da frage ich mich aber, wieso gerade im DFB-Pokal gegen Cottbus so viele individuelle Fehler gemacht wurden, die zu drei Gegentoren führten. Dadurch haben wir den Einzug in die 2. Runde verschenkt."
Und weiter: „Wir dürfen uns von der guten Vorbereitung nicht blenden lassen. Ich prophezeihe allen. Wenn diese Fehler, wie gegen Cottbus, nicht abgestellt werden, dann sind wir ganz schnell aus dem Aufstiegsgeschäft raus."

Von Tüting wird noch viel mehr kommen

Von MICHAEL NOWACK
Zum Regionalliga-Start muss der 1. FC Magdeburg Samstag (13.30 Uhr) nach Lübeck. Der VfB war in den letzten zwei Jahren ein dankbarer Punkte-Lieferant (9:3 Zähler, 7:1 Tore). Doch diese Zeiten haben sich geändert!
Michael Richter warnt: „Nach der Pokal-Sensation gegen Erstligist Mainz (2:1, d. Red.) ist dort das Selbstvertrauen groß." Trotzdem ist der FCM-Sportdirektor, der neben Trainer Steffen Baumgart auf der Bank sitzen wird, optimistisch: ..Wir wollen punkten. Wichtig, dass wir nicht wie letz-
te Saison schon nach drei Spielen drei Niederlagen haben, mit dem Rücken zur Wand stehen."
Das Saisonziel heißt Aufstieg! Richter: „Wir haben gut eingekauft, die Qualität erhöht." Der Sportdirektor über Simon Tüting (aus Rostock): „Er hat das Mittelfeldvakuum eindrucksvoll beendet. Aber ich bin überzeugt, dass da noch viel mehr kommt."
die neue Abwehrachse Andreas Gaebler/Robert Littmann (Wilhelmshaven, Oldenburg): „Technisch besser und robuster als das, was wir zuletzt hatten. Das müssen sie in der Liga bestätigen."
Gestern gewann der FCM die Generalprobe gegen TuS Neustadt (Landesklasse) 5:1. Tore: Prest, Verkic (2), Siga (2).

Baumgart macht Beer Hoffnung

Samstag (13.30 Uhr, Lohmühle) ist Saisonstart in Lübeck. Im Tor des 1. FC Magdeburg: Matthias Tischer (24).

Trainer Steffen Baumgart setzt wie im Pokal (1:3 gegen Cottbus) auf den jungen Wilden: „Er ist meine Nr 1."
Aber wie lange? Denn „Baumi" heizt den Machtkampf in der Kiste weiter an. Er macht Ex-Stammkeeper Christian Beer Mut: „Als ich hierher kam, war Beerchen einer, der uns Spiele allein retten konnte. Nach seiner Schulterverletzung ist er aber von dieser Leistung noch weit entfernt. Ich kann ihm nur raten, richtig Gas zu geben."
Aber er lobt auch den Neuen: „Tischi hat bisher fehlerfrei gehalten, alle Hoffnungen mehr als erfüllt. Deshalb hat er auch mein Vertrauen in den Punktspielen. Ob er auf lange Sicht die Nummer 1 bleibt, hängt davon ab, ob er dem Druck, den Beer ihm macht, auch stand hält."
Der Konkurrenzkampf tobt weiter - aber ganz leise. Beer, neun ]ahre mit Stammplatzgarantie ausgerüstet, hält sich mit großen Kampfansagen zurück. Beer: „Ich werde kämpfen."

Rüpel Vujanovic zum Rapport

Von MICHAEL NOWACK

Radovan Vujanovic, Topstürmer (20 Tore), Kapitän und Publikumsliebling des 1. FC Magdeburg. 15 Jahre spielt er schon Fußball, hat noch nie Rot gesehen!
Aber nur, weil Schiri Bibiana Steinhaus im Pokalspiel gegen Cottbus gnädig mit ihm war. Ende der ersten Halbzeit streckte „Rado" Energies Igor Mitreski mit einem Ellbogencheck nieder. Eine Tätlichkeit, die mit Rot hätte bestraft werden müssen. Doch Steinhaus pfiff nur Freistoß.
Trainer Steffen Baumgart bestellt Vujanovic heute zum
Rapport: „Das wird in einem Vier-Augen-Gespräch hart ausgewertet. Rado ist ein Typ, der immer hart angegangen wird. Es kann aber nicht sein, dass er sich durch Revanchefouls selbst aus dem Spiel nimmt und der Mannschaft schadet."

Was sagt der Ellbogen-Rüpel?
Vujanovic: „Naja, ich habe ihn ja nicht getroffen. Und er hat mich vorher ziemlich fies bearbeitet. Aber es stimmt, ich muss meine Nerven besser in den Griff bekommen. Als Kapitän habe ich eine Vorbildfunktion und darf mir solche Aktionen eigentlich nicht leisten."

Baumgart stolz auf seine 1:3 Pokal-Verlierer

Sie gingen als Verlierer vom Platz, wurden aber von 15 000 Fans wie Helden gefeiert. Nach dem 1:3 Pokal-Aus des 1. FC Magdeburg gegen Energie Cottbus, kann sich der Klub jetzt auf das Ziel Drittliga-Aufstieg konzentrieren.
„Ich habe eine Träne im Knopfloch, bin aber sehr stolz auf meine Mannschaft", freute sich FCM-Trainer Steffen Baumgart nach einem gnadenlosen Pokalfight.
So sah es auch sein neuer Mittelfeldchef und Torschütze Simon Tüting: „Wir waren über die 90 Minuten auf Augenhöhe mit einem Zweitligisten, haben sehr viel Druck gemacht. Hier war mehr drin."
Warum es nicht klappte, das brachte Energiecoach Claus-Dieter Wollitz auf den Punkt: „Immer im richtigen Moment habe wir unsere Tore gemacht." Und dann sein Lob an den Gastgeber: „Magdeburg ist ein unglücklicher Verlierer. Unglaublich, wie die immer an sich geglaubt haben. Sie haben uns alles abverlangt."
Gut iur die Kasse: Das Pokalspiel brachte 150 000 Euro Nettoeinnahme. Nicht nur deshalb strahlte Präsident Volker Rehboldt: „Nach der Leistung schaue ich sehr optimistisch auf den Samstag."
Da ist Saisonstart in Lübeck...

Baumgart mit Tischer im Tor

Das Ost-Derby im DFB-Pokal! Heute 19.30 Uhr will der 1. FC Magdeburg die Sensation packen, Zweitli-gist Cottbus schlagen. FCM-Steffen Baumgart strotzt vor Selbstbewusstsein: „Die Chancen stehen 50:50."
Er geht sogar noch weiter, stellt zumindest gegen Energie - den bisherigen Ersatzmann Matthias Tischer ins Tor.
Christian Beer, zuletzt neun Jahre die unumstrittene Nr. 1 im Kasten, über den Machtwechsel: „Ich muss die Entscheidung akzeptiereren.
Jetzt liegt es an mir ,dem Couch zu beweisen,das ich fit bin und auf den Stammplatz
im Tor gehöre.
Damit lässt Baumi die gleiche Truppe auflaufen ,die vor einer Woche Polen Club Stettin 3:1 wegfegte .Und Cottbus ?
Trainer Claus-Dieter Wollitz empört sich über FCM-Legende ,Maxe' Steinbach. Der hatte in BILD gesagt: „Wer ist eigentlich Cottbus? Die haben wir früher mit Badelatschen weggehauen.
Der Wollitz Konter:Ich würde mir mehr Respekt wünschen.
Wenn man sieht, wo die stehen und wo Cottbus steht, dann haben wir alles richtig gemacht. Sollen die doch in Badelatschen kommen. Wir kommen in Stollenschuhen."

Allgemein

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Vorbereitung

02.07. SV Eintracht Hakenstedt A

06.07. SV Empor Dedeleben A

07.07. Firmenstaffel-Lauf Stadtpark Magdeburg

09.07. Haldensleber SC A

12.07. FSV Barleben A

13.07. – 18.07.2011
Trainingslager in Wesendorf

19.07. Victoria Köln (in Nienburg) A

23.07. SC Verl (in Arendsee) A

26.07. Schönebecker SC A

29./30./31.07.2011
Saisoneröffnung MDCC-Arena

03.08. TuS 1860 Magdeburg A

Quelle: Homepage 1.FCM

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