Mit Neuzugang Charles Elie Laprevotte, aber ohne Nils Butzen startete Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg am Mittwoch in die Rückrunde.

Magdeburg l 24 Spieler nahmen vormittags am Laktat-Test teil, der unter der bewährten Leitung von Dr. Mathias Neumann stand und den Fitnesszustand des jeweiligen Akteurs ermittelt.

Überraschend nicht dabei war Nils Butzen. Der 23-Jährige hatte sich in Ischgl (Österreich) im Skiurlaub beim Rodeln die rechte Mittelhand gebrochen. Trainer Jens Härtel: „Ärgerlich, aber solche Dinge passieren. Tobias Schwede hatte sich in der Vorbereitung dieselbe Verletzung zugezogen.“ Der Coach hält nichts davon, den Spielern Skiurlaub generell zu untersagen: „Mit Verboten ist das immer so eine Sache.“ Und: „Ich bin selber leidenschaftlicher Skifahrer, kann die Jungs irgendwie verstehen.“

Dafür konnte er seinen Neuzugang begrüßen – Charles Elie Laprevotte. Der gebürtige Franzose ist nach Florian Kath der zweite Spieler vom SC Freiburg. „,Flo‘ hat mir schon viel Positives erzählt. Ich bin sicher, den richtigen Schritt gemacht zu haben“, sagte der 24-Jährige in gut verständlichem Deutsch.

Laprevotte, der die Nummer 23 trägt, weiter: „Magdeburg hat sich schnell in der 3. Liga etabliert und eine Menge Potenzial. Sie sind kompakt, robust, läuferisch stark – genauso muss man spielen, um erfolgreich zu sein. Live habe ich sie auch schon einmal gesehen – beim 1:0 im Derby gegen Halle.“

Der Neuzugang fühlt sich nach eigener Aussage im defensiven Mittelfeld am wohlsten, möchte die dreiwöchige Vorbereitung nutzen, um sich anzubieten, und weiß, dass er „vorm gegnerischen Tor noch kaltschäuziger werden muss“. Den zweiten Platz will er indes nicht überbewerten, denkt dabei an seine Ausleihzeit bei Preußen Münster zurück: „Da standen wir auch lange oben und sind dann abgesackt.“

Auf alle Fälle stößt der Neue auf harte Konkurrenz. Denn bis auf Butzen und André Hainault (Hüftprobleme) sind wieder alle Spieler einsatzbereit. So auch Mittelfeld-Routinier Gerrit Müller („Mir geht es sehr gut, ich bin jetzt auf einem anderen Leistungsniveau und will angreifen“), Abwehrrecke Moritz Sprenger („Es ist alles wieder o. k. Ich habe keine Meniskusbeschwerden mehr“) oder Linksverteidiger Michel Niemeyer („Eine Maske ist nicht mehr nötig. Nach einer extrem unglücklich verlaufenen Hinrunde, bei der ich manchmal schon ins Grübeln gekommen bin, will ich jetzt vor allem eins – gesund bleiben“).

Voller Tatendrang sind auch Felix Schiller („Der Trip nach New York über Weihnachten war megageil, aber jetzt hoffe ich auf eine verletzungsfreie Vorbereitung“) und Christian Beck: „Die kurze Pause tat ganz gut. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngs- te … Nun konzentrieren wir uns voll auf Fortuna Köln. Mit denen haben wir ja noch mehr als eine Rechnung offen.“

Weitere Informationen: www.volksstimme.de/fcm

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