Tobias Schwede hat beim 1. FC Magdeburg überzeugt. Vor einem Jahr spielte er noch bei Werder III und wusste nicht, wie es weitergeht.

Novo Sancti Petri l Tobias Schwede gehört beim FCM zu den großen Gewinnern der Vorrunde. Der 22-Jährige kam im Sommer von Werder Bremen III und erkämpfte sich auf Anhieb einen Stammplatz. Zunächst mit einem Einjahresvertrag ausgestattet, verlängerte sich der Kontrakt automatisch bis 2018, nachdem Schwede beim 1:0 beim FSV Frankfurt zum 15. Mal in der Startelf stand.

Auf der linken Mittelfeldseite wirbelt der gebürtige Bremer und fühlt sich beim FCM offenkundig sehr wohl. Der Spieler mit der Trikotnummer 15 kann sich zwar auch vorstellen, in der Mitte zu spielen, er würde sich selber aber auch auf die linke Seite stellen. „Das passt gut. Ich bin sehr froh, dass ich ein weiteres Jahr in Magdeburg spielen kann. Ich hatte mich im Sommer sehr gut vorbereitet und war davon überzeugt, dass ich zurechtkommen werde.“ Dass er so durchgestartet ist, hat ihn natürlich gefreut, aber nicht überrascht. „Auch wenn ich aus einer Verletzung und der 5. Liga kam, weiß ich, was ich kann. Deshalb war ich auch nicht so sehr überrascht.“

Dass es für Schwede so gut laufen würde, war noch vor einem Jahr allerdings nicht absehbar. Bei Werder Bremen spielte er nicht mehr in der zweiten, sondern nur noch in der dritten Mannschaft, ein Kreuzbandriss hatte ihn zurückgeworfen. Sein Trainer bei Werder II war Alexander Nouri, der mittlerweile die Bundesligamannschaft coacht. Über die Zeit in Bremen und den Coach möchte Schwede gar nicht mehr viel sprechen, die Versetzung in die dritte Mannschaft sei aber nicht aus sportlichen Gründen erfolgt. Für den Mittelfeldspieler hieß es somit plötzlich Bremen-Liga statt Regionalliga Nord – ein Probetraining beim VfL Osnabrück verlief im Winter 2016 auch nicht erfolgreich. „Die Zeit in der dritten Mannschaft war für mich natürlich nicht so positiv, deshalb wollte ich schnell wechseln. Ich habe aber immer weiter an mich geglaubt. Es ist dann ja auch so gelaufen, wie ich mir das gewünscht habe“, sagt er.

Beim FCM absolvierte er zunächst ein Probetraining und einen weiteren Aufenthalt im Mai. Es folgte der Einjahresvertrag und kürzlich die Verlängerung. In der Vorbereitung will Schwede an die starken Leistungen aus der Vorrunde anknüpfen.

Auch wenn er mit dem FCM zum ersten Mal in Spanien ist, kennt er sich in Novo Sancti Petri schon aus. „Ich war mit Werder mal hier, zwar nicht im gleichen Hotel, aber auf den Trainingsplätzen.“

In seiner Freizeit legt der 22-Jährige viel Wert auf sein Erscheinungsbild. Besonders Mützen haben es ihm angetan. Im Verlauf eines Tages wechselt er schon mal mehrfach die Kopfbedeckung. „Ich kleide mich gerne gut und achte darauf, dass alles zusammenpasst.“ In der Mannschaft sieht er vor allem bei Ahmed Waseem Razeek noch modisches Verbesserungspotenzial. „Ihn würde ich gerne ein bisschen beraten“, sagt Schwede und lacht.

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